20.06.2009 Landeswettbewerb Bereisung

Umweltminister Uhlenberg sucht beispielhafte Kleingartenanlagen – Bewertungskommission zum Landeswettbewerb 2009 ist unterwegs

 

Ab Montag, den 22. Juni 2009, besucht die Bewertungskommission zum NRW-Kleingartenwettbewerb 15 Kleingärten in 13 Kommunen. Zum inzwischen sechsten Mal sucht das Land Nordrhein-Westfalen Kleingartenvereine, die sich durch beispielhafte ökologische, soziale und kulturelle Projekte auszeichnen. Die Bereisung dauert bis Donnerstag den 25. Juni 2009.

 

Umweltminister Eckhard Uhlenberg hatte im November 2008 den Landeswettbewerb Kleingartenanlagen 2009 ausgeschrieben, an dem sich 13 Kommunen mit insgesamt 15 Vereinen beteiligt haben. Der NRW-Wettbewerb ist zugleich die Vorauswahl für den Bundeswettbewerb der Kleingartenanlagen. „Die Kleingärtner leisten mit ihren Anlagen nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz, sie machen mit diesen grünen Oasen auch die Städte lebenswerter. Zugleich sind die Vereine oft ein wichtiger interkultureller Treffpunkt, hier wird Integration und das Miteinander verschiedenster Nationen ganz real gelebt. Dieses Engagement wollen wir auszeichnen und damit stärker öffentlich machen“, erläutert Minister Uhlenberg.

 

Der Landeswettbewerb gibt allen Vereinen zusammen mit ihren Gemeinden Gelegenheit, ihre Projekte für die Entwicklung, Gestaltung und Nutzung von Kleingärten und Kleingartenanlagen darzustellen. Bewertungskriterien sind die Einbindung der Anlage in die städtebauliche Entwicklung, das Engagement der Mitglieder für die Integration, ökologische Aspekte, die Gestaltung und Nutzung einzelner Gärten sowie die besondere Initiative Einzelner oder von Vereinsgruppen.

 

Die Bewertungskommission setzt sich zusammen aus Fachleuten von Kleingartenverbänden, Kommunen, der Natur- und Umweltschutzakademie sowie des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums. Die Leitung hat die Landschaftsarchitektin und Kunsthistorikerin Prof. Dr. Martina Oldengott. Die Gewinner werden am 5. September 2009 bei der Abschlussveranstaltung in Düsseldorf durch Umweltminister Uhlenberg ausgezeichnet.

 

Nordrhein-Westfalen hat als einziges Bundesland die Förderung des Kleingartenwesens in der Landesverfassung verankert. Denn die Vereine und ihre Mitglieder vollbringen in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden wichtige Leistungen für das Allgemeinwohl. Insgesamt 118.000 Kleingärten in 1600 Kleingartenanlagen gibt es landesweit, Schwerpunkte sind vor allem die städtisch geprägten Regionen des Ruhrgebiets und der Rheinschiene. Im Februar 2009 wurde eine umfassende Studie zur Zukunft des Kleingartenwesens in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht, die im Auftrag des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums erstellt wurde. Sie zeigt Möglichkeiten auf, die vielfältigen Funktionen des Kleingartenwesens auch für die Zukunft zu sichern und gibt dafür notwendige Entwicklungsempfehlungen.

 

Weitere Informationen zum Kleingartenwettbewerb finden Sie        hier