Landesverband Rheinland der Gartenfreunde e.V.

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  • Naturgarten praktisch - Infoblätter
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  • Pflanzenschutztipps Landwirtschaftskammer NRW
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Historie

  • Die Anfänge im Rheinland

    "Vor dem Weltkrieg (1914/18) war der Name Kleingarten im Rheinland ungebräuchlich", schrieb Leo Houben, der erste Vorsitzende des Provinzialverbandes Rheinland, "obwohl in Stadt und Land seit alten Zeiten Gartenbau nicht nur gewerbsmäßig, sondern auch zum Zwecke der Selbstversorgung und der Erholung betrieben wurde."

    Organisierte Gartenbauvereine, aus denen später noch heute existierende Kleingärtnervereine entstanden, sind schon relativ früh vor dem Entstehen des Provinzialverbandes nachweisbar. So kam es in Krefeld am 11. August 1889 zur Gründung des "Gemüsegärtnervereins Hüls" und 1892 erschienen der erwähnte "Naturheilverein Sonnenbad" in Elberfeld mit 84 Gärten, der "Gemüsebauverein Linn" in Krefeld mit 17 Gärten und der jetzige Kleingärtnerverein "Altenessen" auf der Bildfläche. Aachener Kleingärten wurden 1904 erstmalig erwähnt und 1905 wurde dort der Verein "Soldatengasse" gegründet. 1910 gründete sich der "Schreberverein Düsseldorf" und ein Jahr später kam es zur ersten Vereinsgründung in Mülheim-Dümpten. Duisburgs ältester Verein "Gut-Grün Bergbau Neumühl" entstand im Jahre 1913.
  • Stadt- und Kreisverbände vor dem Provinzialverband
    Im Jahre 1917 entstanden die Stadt- bzw. Kreisverbände Barmen, Elberfeld und Ronsdorf, 1919 kamen Essen, Köln und Velbert hinzu sowie 1920 Aachen und Remscheid. 1921 gründeten sich die Verbände in Düsseldorf und Krefeld. Der "Verband der Gartenbauvereine Groß-Gladbach", wie der Vorläufer des jetzigen Kreisverbandes Mönchengladbach hieß, verzeichnet in seiner Chronik das Gründungsdatum 26. März 1922.
  • Provinzialverband Rheinland
    Am 23. Juli 1922 wurde im Kolpinghaus in Köln durch die Vertreter der Gartenbauverbände Köln, Düsseldorf, Bergisch-Land (Remscheid, Solingen, Elberfeld, Ronsdorf, Barmen) und Krefeld der "Provinzialverband Rheinland der Gartenbauvereine" aus der Taufe gehoben. Vorsitzender wurde Rektor Leo Houben aus Köln.
  • Kleingärten im III. Reich

    1933, unmittelbar nach der Machtübernahme durch Adolf Hitler wurde der "Reichsverband der Kleingärtner wurde in den "Reichsbund der Kleingärtner und Kleinsiedler" umgewandelt und dem "Reichsnährstand, Hauptabteilung II" unterstellt. Im ganzen Reich begann die "Gleichschaltung" der Kleingärtnerorganisationen. Den einzelnen Vereinsvorständen durften nur noch "nationalsozialistische und deutschnationale Gartenfreunde" angehören. Entsprechende Neuwahlen waren bis zum 18. Mai 1933 durchzuführen. Ende 1933 "erließ" der Reichsbund reichseinheitliche Vereinssatzungen, wonach Vereinsfunktionäre nicht mehr gewählt, sondern durch "die übergeordnete Stelle berufen" wurden. Vereinsvorsitzende wurden unversehens zu "Vereinsführern". Außerdem wurde den Vereinen sogar die Anzahl der Vorstandsmitglieder verbindlich vorgeschrieben.
  • II. Weltkrieg
    Die Männer waren zum Kriegsdienst eingezogen, die Bewirtschaftung vieler Kleingärten ruhte allein auf den Schultern der Frauen, von denen die meisten auch noch in den verschiedensten Betrieben arbeiten mussten.
    Dann begann der Luftkrieg und unzählige Bürger verloren ihr Heim. Kleingärtner begannen, oft mit primitivsten Mitteln, sich Notunterkünfte für ihre Familien in Kleingartenlauben zu errichten. Dieses zunächst illegale Treiben erfuhr später sogar "höchste" Duldung. Ein "Führererlass" sanktionierte die "Erstellung und Einrichtung von Behelfsheimen als kriegswichtige Aufgabe".

    Die damals eingetretenen Verhältnisse in Kleingartenanlagen, denen es oftmals an den allernötigsten Ver- und Entsorgungseinrichtungen mangelte, waren für viele Vereine eine schwere Hinterlassenschaft, an der sie noch bis weit in die 60er und 70er Jahre zu tragen hatten.
  • Übergangszeit
    Im Frühjahr 1945 war zwar der Krieg vorbei. In den Vereinen wurde zwar weiter - und jetzt wegen der einsetzenden Hungerperiode sogar verstärkt - Kleingärtnerei betrieben, aber das organisierte Vereinsleben lag lange Zeit brach. Dies wirkte sich insbesondere auf die Arbeit der Kleingärtnerverbände aus, waren doch fast überall die Funktionen mit ehemaligen "Parteigenossen" besetzt, die, weil nicht "unbelastet", auf Anordnung der Besatzungsmacht ihre Ämter nicht mehr ausüben durften. Über ein Jahr brauchte man, um den Landesverband wieder neu beleben zu können.
  • Provinzgruppe Rheinland
    Franz MauermannAm 26. Juni 1946 wurde Konrektor i. R. Franz Mauermann aus Essen durch den Re­gie­rungs­prä­si­den­ten beauftragt, die "Neuordnung des Kleingartenwesens in der Nordrheinprovinz" vorzunehmen. Mauermann wurde durch ein­stim­mi­ge Wahl als Vorsitzender der Provinzgruppe Rheinland der Kleingärtner und Kleinsiedler" am 11. November 1946 bestätigt.
  • Landesverband der Gartenbauvereine
    Kaiser-Friedrich-HalleAuf der Versammlung der "Provinzgruppe" am 13. Februar 1947 in Köln wurde die Satzung neu gefasst. Der Verband gab sich den Namen "Lan­des­ver­band Rheinland der Gar­ten­bau­ver­ei­ne" mit Sitz in Essen. Über ein Büro verfügte der Verband noch nicht, seine Adresse war Kordulastraße 7, das war die Anschrift des Vorsitzenden. Erst einige Monate später bezog der Verband ein Zimmer in der Kettwiger Straße 36 in Essen. Finanziell war der Verband seinerzeit auch nicht auf Rosen gebettet. Das Verbandsvermögen war durch den Währungsschnitt bis auf einen geringen Rest zusammengeschmolzen. Die Generalversammlung des Verbandes am 10. Juni 1950 in der Kaiser-Friedrich-Halle in Mönchengladbach beschloss die "Wiedereinführung einer Ehrennadel" in zwei Stufen. Mauermann war der erste Träger der Goldenen Ehrennadel, die ihm für seine besonderen Verdienste beim Wiederaufbau des Verbandes nach 1945 verliehen wurde. 1951 kam die Verlegung des Verbandsbüros in den Essener Küsshammerweg. Dort konnte der Landesverband von der Stadt Essen ein Gebäude anmieten, um einen Lehrgangsbetrieb in Form eines Internats zu beginnen. Dazu wurde am 29. Dezember 1951 ein Gesellschaftervertrag für die "Landesschule für Obst- und Gemüsebau GmbH" geschlossen. Der Landesverband verfügte damit als erste Kleingärtnerorganisation nach dem Kriege über eine eigene Landesschule.
  • Landesverband der Kleingärtner
    Die Mitgliederversammlung des Verbandes in Krefeld stimmte im Jahr 1951 für den bis November 2008 gültigen Namen "Landesverband Rhein­land der Kleingärtner e. V." Der Verband erreichte allmählich ruhigeres Fahrwasser und konnte sich nach den stürmischen Aufbaujahren endlich wieder seinen gewohnten Aufgaben, der Betreuung seiner Mitglieder, zuwenden. Im Jahr 1996 erfolgte der Umzug der Geschäftsstelle in die Landeshauptstadt Düsseldorf, wo der Landesverband seitdem seinen festen Sitz hat.
  • Landesverband in eigener Geschäftsstelle
    Lehr- und LerngartenIm Jahr 2008 gelang es dem Landesverband nach zahlreichen Um­zü­gen eine dauerhafte Bleibe für die Ge­schäfts­stel­le in Düsseldorf zu finden. Die großzügigen Räumlichkeiten er­mög­li­chten die Einrichtung eines zeitgemäß aus­ge­stat­teten Seminarraums und damit die Durch­füh­rung von Schu­lungs­maß­nah­men im eigenen Haus. 2011 erfolgte der Ausbau eines Lehr- und Lerngartens für die Fachberaterausbildung. Das neue Zentrum für die rheinischen Klein­gärt­ner und ihre Freunde im Herzen der Lan­des­haupt­stadt ist eine dauerhafte In­ves­ti­tion in die Zukunft des rheinischen Kleingartenwesens. Die Umsetzung wurde unterstützt mit Mitteln aus dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz.
  • Aus Kleingärtnern werden Gartenfreunde
    Auf Beschluss der 10. Verbandsversammlung in Mönchengladbach hat sich der Landesverband in „Landesverband Rheinland der Gartenfreunde e. V.“ umbenannt. Der Landesverband macht damit deutlich, dass er sich als Ansprechpartner auch für viele Gartenfreunde außerhalb des or­ga­ni­sier­ten Kleingartenwesens sieht.

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