
Wahrscheinlich wird auch bei der Landesgartenschau in Neuss bis zum letzten Tag gearbeitet, um den Besucherinnen und Besuchern eine großartige neue, innerstädtische Grünfläche zu präsentieren. Wie auch in Kamp-Lintfort und in Höxter beteiligt sich das Kleingartenwesen NRW mit einem Beitrag an der Ausstellung.
In Höxter lag die Verantwortung beim Landesverband Westfalen und Lippe, in Neuss hat sich der Landesverband Rheinland der Gartenfreunde – in Kooperation mit dem Landesverband der Obst- und Gartenbauvereine NRW, der sich ebenfalls in Höxter engagiert hat – eingebracht. Auf einer multicodierten Fläche, die gemeinsam mit der nua (Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW), der Verbraucherzentrale NRW und der Neusser Eine Welt Initiative „bespielt“ wird, soll insbesondere der Anbau von Obst und Gemüse zum Eigenverzehr präsentiert werden. Ebenso sind verschiedene Beetformen (Hochbeete, Hügelbeete, herkömmlicher Anbau) sowie Kompostierung zentraler Bestandteil des Ausstellungsbeitrags. „Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, keine eigene Fläche herzustellen und während der Ausstellung zu unterhalten, da uns dies finanziell überfordert hätte. Dennoch ist eine Präsenz auf einer Landesgartenschau eminent wichtig, um die Leistungen des Kleingartenwesens für die Natur, die Gesellschaft und das soziale Miteinander angemessen darstellen zu können. Die Sichtbarkeit dieser Leistungen ist enorm wichtig, um den Stellenwert des Kleingartenwesens zu stärken“, so Michael Franssen, Vorsitzender des Landesverbands.
Als Nebeneffekt der Präsenz und des Arbeitens vor Ort entwickeln sich Gespräche mit den Besucherinnen und Besuchern der Landesgartenschau, in denen die vor Ort tätigen Gartenfreundinnen und Gartenfreunde ihr Wissen an Interessierte weitergeben. Diese sogenannte Verbraucherberatung erfährt seitens des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine hohe Wertschätzung und wird deshalb auch finanziell unterstützt.
Ergänzt wird diese ehrenamtliche Beratung durch sogenannte Fachtage, die von Referentinnen und Referenten gestaltet werden. Diese finden meist samstags und sonntags statt und greifen Schwerpunktthemen auf, die durch einen Impulsvortrag dargestellt und im persönlichen Gespräch dem Publikum nähergebracht werden. Die vom Landesverband veranstalteten Fachtage befassen sich mit den Themen Obstgehölze (Sortenwahl, Pflanzung, Pflege, Schnitt, Ernte), Ökologie (Gärten als Hotspots der Artenvielfalt und heimische, eingebürgerte und invasive Arten), Verarbeitung und Lagerung von Gartenerzeugnissen, dem Boden als Grundlage für einen erfolgreichen Anbau sowie Pflanzenjauchen.
Die Fachtage werden im Veranstaltungsprogramm der Landesgartenschau aufgenommen und sind für alle Besucherinnen und Besucher frei zugänglich. Ergänzt werden diese Fachtage durch die Veranstaltungen der übrigen Akteure auf der Fläche sowie dem allgemeinen Fachprogramm der Landesgartenschau.
Die Landesgartenschau endet am 11. Oktober 2026 und hinterlässt eine neu gestaltete, innerstädtische Grünfläche für alle Bürgerinnen und Bürger aus Neuss sowie Besucherinnen und Besucher von außerhalb.
