23 neue Fachberaterinnen und Fachberater sind zurecht stolz, ihre Ausbildung mit dem bestandenen Qualifikationstest erfolgreich abgeschlossen zu haben.

23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben das Fachberaterzertifikat erhalten

Insgesamt zwölf Lehrgänge haben die neuen Fachberaterinnen und Fachberater besucht, bevor sie am 29. November 2025 im Seminarzentrum Düsseldorf den Qualifikationstest als Abschluss der Ausbildung erfolgreich bestanden haben.  Der Test soll sicherstellen, dass die Zeit nicht einfach „abgesessen“ wird, sondern tatsächlich wesentliche Inhalte verinnerlicht wurden. Die Teilnehmenden haben erhebliche Teile ihrer Freizeit eingesetzt, um zukünftig in den Vereinen und somit unmittelbar vor Ort ihr Wissen weiterzugeben.

Das Bundeskleingartengesetz bestimmt, dass die Vereine und Verbände als gemeinnützig anerkannt werden können, wenn diese – neben der Förderung des Kleingartenwesens – die fachliche Betreuung der Mitglieder bezwecken.  Die Ausbildung zur Fachberaterin bzw. zum Fachberater ist daher das zentrale Element des Seminarwesens im Landesverband. Im Kern geht es um eine ökologische und nachhaltige Bewirtschaftung von Kleingärten, um gesund erzeugte und preiswürdige Lebensmittel, eine sinnvolle Art der Freizeitgestaltung und um Schaffung und Erhalt von Grünsubstanz in den Städten, die der Lebensqualität aller Bürger zugutekommt.

Bei der Frage, wie dieses Ziel zu erreichen ist, können die Fachberaterinnen und Fachberater wertvolle Unterstützung leisten und Tipps geben. Hier zeigt sich die Stärke des Vereins bzw. Kollektivs: erfahrene Kleingärtner geben den „Gartenneulingen“ Erfahrungen weiter, die wiederum frische Ideen „von außen“ in die Gemeinschaft einbringen.

Die Fachberaterinnen und Fachberater nehmen nunmehr ihre wertvolle Arbeit auf und beraten bzw. unterstützen den Vorstand. Im Vordergrund steht jedoch die Beratung der Pächterinnen und Pächter, damit das „Abenteuer Garten“ den gewünschten Erfolg und Ertrag bringt.

Eine Besonderheit des aktuellen Jahrgangs ist der jüngste Absolvent der Fachberaterausbildung: Hagen Weertz aus Mönchengladbach hat erst nach der Prüfung sein 15. Lebensjahr vollendet.

Das nachfolgende Interview mit Hagen Weertz führte der Landesfachberater, Marius Cleophas, unmittelbar nach der bestandenen Prüfung:

Warum hast du die Ausbildung bereits mit 13 Jahren begonnen. Woher kommt das Interesse?

Mit 9 Jahren habe ich durch einen Nachbarn den ersten Kontakt zur Imkerei bekommen. Das Thema rund um die Honigbiene hat mich sofort fasziniert. Danach kam eins zum anderen. Mit 11 Jahren hatte ich mein erstes eigenes Volk und im heimischen Kleingarten interessierte ich mich für immer mehr Facetten des ökologischen Gärtners. Mit der Unterstützung meiner Familie und des Vereins wurde mir die Ausbildung ermöglicht.

Welchen fachlichen Schwerpunkt möchtest du im Kleingarten-verein an die Pächter vermitteln.

Grundsätzlich den Anbau von Obst und Gemüse. Das Thema ist vielseitig und spannend. Zudem bietet es viele Möglichkeiten die Pächterinnen und Pächter mit einzubinden. Selbst die Kleinsten können über verschiedene Projekte mit eingebunden werden.

Welches Seminar hat dir persönlich am besten gefallen?

Tatsächlich das Seminar über den Anbau von Gemüse im Kleingarten. Hier konnte ich eine ganze Menge lernen und super interessante Ansätze für aktive Arbeit als Fachberater mitnehmen. Zudem ist das Thema an sich halt schon spannend.

Welches Thema war für dich komplett neu bzw. wo hast du am meisten gelernt?

Das Thema Pflanzenschutz war für mich komplett neu. Das Seminar zwar in Teilen sehr theoretisch wegen der vielen Regularien, bietet aber auch spannende Anreize im Bereich des integrierten Pflanzenschutzes.

Was hat dir besonders gefallen oder eben auch nicht?

Spannend und richtig gut gemacht war das Seminar zum Thema Obstbaumschnitt. Wir konnten direkt am Baum lernen und sofort in die Praxis starten. Ausprobieren geht eben doch über studieren.
Das Thema Pflanzenschutz ist durch die rechtlichen Aspekte trocken. Die Seminarleitung hat sich zwar größte Mühe gegeben, aber im Vergleich zu anderen Seminaren wird es leider nicht mein Favorit.